teaser 1

Psychoneuraltherapie

Psychoneuraltherapie

Wir sprechen von Neuraltherapie nach Huneke, weil es die Brüder Huneke waren, die die Neuraltherapie von 1925 bis in die 60er Jahre im Wesentlichen zu dem Therapiekonzept entwickelt haben, wie wir es heute anwenden.

Die Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie, die sich als ergänzende Entsprechung des vegetativen Nervensystems bedient, um den Körper wieder in einen reaktionsfähigen und damit in einen regulativen Zustand zu bringen.

Um eine Vorstellung zu bekommen werden hier einige Begriffe vorweg erklärt.

1. Was am aller wichtigsten ist, Neuraltherapie hat etwas mit Spritzen zu tun. Falls Ihnen das schon die Sache verdirbt, halten Sie sich nicht weiter mit diesem Text auf.

2. Wenn Sie doch weiterlesen - in diese Spritze wird ein Lokalanästhetikum aufgezogen, das Procain heißt. Es ist ein Arzneimittel, das auch zur örtlichen Betäubung begrenzter Gewebebezirke eingesetzt wird, z. B. in der Chirurgie. Es gibt auch noch andere Lokalanästhetika wie Lidocain, Mepivacain usw. Ich verwende ausschließlich Procain. Warum werden Sie vielleicht fragen?
Es wird vom Körper sehr schnell abgebaut  (innerhalb von 20 bis 40 Minuten). Es wirkt:

 - vegetativ ausgleichend 
 - schmerzstillend 
 - fiebersenkend
 - antiallergisch
 - entzündungshemmend

3. Vegetatives Nervensystem[nbsp ]ist ein sehr komplexes umfangreiches Gebiet. Hier das Wichtigste in Kürze.
Es regelt die Organtätigkeiten im Organismus, ist also innenweltbezogen und damit für die Erhaltung des Lebens verantwortlich. Damit es ein zweckmäßiges und ökonomisches Zusammenwirken der verschiedenen Organtätigkeiten gibt, ist eine ungestörte Arbeitsweise des vegetativen Nervensystems notwendig.

4. Störfelder sind Irritationszentren, von denen krank machende Reize ausgehen können. Diese können, wie unter 3. beschrieben, die ungestörte Arbeitsweise des Körpers unterbrechen und damit Krankheiten auslösen und unterhalten.

Jede Stelle des Körpers kann zu einem Störfeld werden. Sehr häufig entwickeln sich Narben, Mandeln, Nasennebenhöhlen, Zähne, chronische Entzündungsprozesse usw. zu Störfeldern.

5. Segment
Wenn Nerven aus der Wirbelsäule austreten z. B. im Hals oder Brustwirbelbereich, dann versorgt dieser Nerv ein bestimmtes Areal der Haut, Unterhaut, Muskeln und Knochen.

6. Ganglien sind abgegrenzte Ansammlungen von Nervenzellen z.B. das Sonnengeflecht im Bauchraum.

7. Psychoneuraltherapie
An meinem Praxisschild lesen Sie nicht Neuraltherapie, sondern Psychoneuraltherapie. Diese von Frau Prof. Dr. med. Rommelfanger weiterentwickelte Therapie schließt die Psyche mit ein. Sie fand sogenannte Gedächtnispunkte (das sind kleine Gewebsverhärtungen) die überall am Körper auftreten können. Gebildet werden diese hauptsächlich bei Verdrängung im psychischen Bereich. Sie stellen die körperliche Entsprechung dieser psychischen Verdrängung dar. Diese werden durch gezielte Injektionen angestochen und damit kann sich eine psychische Reaktion zeigen. Emotionen können freigesetzt werden und dringen nach außen. Damit ist die Möglichkeit einer Verarbeitung gegeben.

Ablauf einer Behandlung mit Neuraltherapie

- Genaue Anamnese und Untersuchung des Patienten.
- Störfeldsuche und Ausschaltung 
- Segmenttherapie
- gegebenenfalls Injektionen an Ganglien
- Gedächtnispunkte anspritzen
- Injektion in die Vene

All diese Möglichkeiten kann der Neuraltherapeut nutzen, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Es wird immer so wenig wie nötig gestochen und Procain injiziert.

Indikationen:
  • Alles, was mit dem Bewegungsapparat zu tun hat 
    (Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen)
  • Entzündungsprozesse aller Art 
    (Mandeln, Nebenhöhlen, Ohren, Blase usw.)
  • Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Migräne
  • und vieles mehr.