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Was ist Osteopathie ?

Andrew Taylor Still (1828 bis 1917) begründete die Osteopathie. Er wuchs im Westen Amerikas in Virginia auf. Harte Landarbeit, Naturverbundenheit und ein starker Glaube (Vater war methodistischer Pfarrer), prägten seine Jugendjahre. 

Zu seiner Zeit war die medizinische Versorgung sehr schlecht. Persönliche Schicksalsschläge, Tod der ersten Frau im Kindbettfieber, 3 Kinder aus zweiter Ehe verloren durch eine Meningitisepedemie ihr Leben.

All diese Erlebnisse erschütterten seinen Glauben. Still suchte Antworten die er in einer regulären medizinischen Ausbildung nicht fand, er brach sie nach mehreren Monaten ab. Die Suche nach einem neuen Verständnis was Medizin sein sollte begann.

Die Erkenntnisse daraus bilden bis heute die Grundpfeiler der Osteopathie.

- Leben ist Bewegung
Schon die alten Griechen wussten Panta Rei also alles fliest. Wenn das Leben zum Stillstand kommt ist es beendet.

- Der Körper stellt eine Einheit dar
Der Mensch ist eine anatomische Einheit dank des Bindegewebes, der Faszie. Es bedeutet aber auch die Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele.

- Der Körper besitzt die Fähigkeit zur Selbstregulation
Es gibt im Menschen eine vitale Kraft die in der Lage ist zur freien Zirkulation und damit zur Heilung.

- Die Rolle der Arterie ist absolut
Damit ist gemeint, das alle Flüssigkeiten gut zum Körper hin aber auch genau so gut wieder entsorgt werden müssen.

- Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig
Sie gehen Hand in Hand- beiden gemein ist die Bewegung.

1874 verkündet Still seine neue Medizin und er gab ihr den Namen Osteopathie vom griechischen Osteon Knochen und Pathos Leiden. Dies ist im fiinktionellem Sinne zu verstehen. Über manuelle Techniken an den Knochen gewinnt man einen Einfluss auf das Leiden. 

1892 gründet er in Kirksville Missourie die American School of Osteopathy. Die Ostoepathie kam dann von Amerika nach England und verbreitete sich von da über ganz Europa. Seit Ende der 80er Jahre wird in Deutschland ausgebildet.

Ausbildung /Erstattung durch Krankenkasse

In Deutschland ist die Osteopathie kein geschützer Begriff auch gibt es keine Regelung zur Ausbildung. Daher sollten sie auf Mindestanforderungen des Therapeuten achten zur Qualitätssicherung aber auch wegen der Erstattung. Meistens wird die Osteopathieausbildung berufsbegleitend über 5 Jahre mit mindestens 1350 Unterrichtsstunden an vorrangig privaten Osteopathieschulen absolviert. Jede Ausbildung wird mit einer schriftlich, mündlich und praktischen Prüfung abgeschlossen mit Abschlussurkunde. Das berechtigt zum Beitritt in einen Berufsverband. Seit 2012 zahlt die Techniker Kasse 6 Behandlungen a maximal 60 Euro im Jahr. Voraussetzung ist daß ein Arzt diese veranlassen und die Mindestanforderungen erfüllt sein müssen. Ansonsten wenn sie privat versichert oder eine Zusatzversicherung haben werden ihnen ihre Kosten erstattet.

Die drei Teilbereiche der Osteopathie
1. Parietale Osteopathie

Dieser Bereich umfasst alles was mit dem Bewegungsapparat zu tun hat. Also Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und Faszien. Faszien sind aus Bindegewebe, sie umhüllen und verbinden alles, machen den Körper zu einer dreidimensionalen Einheit. Alles ist mit allem über diese Strukturen verbunden.

2. Viszerale Osteopathie

Dieser Teil beinhaltet alle inneren Organe, Faszien, Gefäße und dasentsprechende Nervensystem. Alle Organe sollen sich frei bewegen und gegeneinander gleiten können damit eine gute Ver und Entsorgung mit Blut, Lymphe usw. gewährleistet ist und das Nervensystem ausgeglichen arbeiten kann.

3. Kraniosakrale Osteopathie

files/Bilder/115klein.jpgWir haben im letzten Bereich das Kranium den Schädel und das Sakrum das Kreuzbein. Der Schädel setzt sich aus 22 Knochen zusammen die untereinander verbunden und eine minimale Beweglichkeit aufweisen. Im inneren befindet sich das Gehirn mit seinen Hirnhäuten die auch das Rückenmark überziehen. Diese schwimmen in einer Flüssigkeit die man Liquor nennt. Nun haben wir auch in diesem Bereich Faszien die Kopf und Kreuzbein verbindet diese heisst Dura mater. Auch hier gilt wieder - alles muss sich gut bewegen und fliessen können damit dieses wichtige System gut funktionieren kann.

 

Grenzen der Osteopathie

Naturlich alle klinischen Notfälle wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Brüche usw. 
Akute Enzündungen 
Tumorerkrankungen
Psychische Erkrankungen
Dort wo Struktur unwiederuflich geschädigt ist
Eine begleitende und oder Nachbehandlung kann den Krankheitsverlauf sicherlich positiv beeinflussen.

Wie arbeitet der Osteopath

Der Osteopath behandelt ausschießlich mit seinen Händen. Er kennt alle kleinen und großen Bewegungen des menschlichen Körpers. Dort wo Bewegungseinschränkung, Spannung oder Schmerz vorhanden ist löst er sie mit speziellen Techniken und ermöglicht es den Strukturen ihre Aufgabe zu erfüllen.

Anwendungsmöglichkeiten

Bevor ich die geläufigsten Krankheiten von Bewegungsapparat, inneren Organen und Craniosacralen System aufzähle, bitte denken sie daran heutzutage geht man zum Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut usw. wenn man bereits krank ist. Es gab aber auch eine Zeit, zugegeben, das ist schon eine Weile her, als Heilkundige ihre Entlohnung nur dann bekamen, wenn sie die Gesundheit des Menschen erhalten konnten.

Nehmen sie die vielseitigen Behandlungsmöglichkeiten zur Vorbeugung in Anspruch, damit ihr kostbarstes Gut - ihre Gesundheit - erhalten bleibt.

Bewegungsapparat

- Bewegungseinschränkungen und Schmerzen der Wirbelsäule, Kreuz/Steissbein, Becken 
   z. B. Hexenschusss,  Ischialgien, Bandscheibenvorfall ISG- Probleme

   - Schulter- Arm- Syndrom, Kalkschulter
   - Einschlafen oder Missempfindungen an den Händen
   - Karpaltunnelsyndrom

- Knieprobleme jeglicher Art
- Wadenkrämpfe
- Fersensporn
- Schmerzen in der Achillessehne
- Hallux Valgus,
- Hammerzehe
- Nachbehandlung von Operationen, Brüchen usw

Innere Organe

-alle funktioneilen Beschwerden sämtlicher Organe d. h. Sie haben
Probleme aber der Arzt kann nichts feststellen keine Organschädigung
z. B. Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Verstopfung
  - Senkungsbeschwerden
  - Menstruationsprobleme wie Krämpfe, zu starke zu schwache zu lange oder zu kurze Blutungen.
  - Öfter wiederkehrende Blasenenfcündungen
  - Nachsorge nach Operationen, Narbenbehandlung usw.

Craniosakrale System

- Kopfschmerzen
- Tinnitus
- Schwindel
- Kiefergelenksprobleme
- Allergien
- Mittelohrentzündung
- Nasennebenhöhlenenzündungen
- Mandelentzündungen
u.v.m

Schwangerschaft und Geburt

- Geburtsvorbereitung
- Geburtsnachsorge

Säuglinge/Kinder/Jugendliche

- Koliken
- Schiefhals
- Schreikinder
u.v.m